Juli Nickmann im 4Fachwerk mit Intuitiver Malerei zu sehen
Eine Allround-Künstlerin – so konnten die Gäste Juli Nickmann zur Ausstellungseröffnung im 4Fachwerk-Museum erleben. Als Malerin präsentiert sie eine Werkschau grafisch anspruchsvoller Bilder, als Gitarristin und Sängerin sorgte sie zugleich für musikalische Höhepunkte.





Mit „Halleluja“ stimmte sie die Besucher auf die „emotionale Reise“ ein, wie sie ihre Ausstellung betitelt. Sie lädt ein in eine Welt der intuitiven Malerei.
In ihren Malprozessen lasse sie sich ganz von ihrem Bauchgefühl und ihrer Inspiration leiten, erklärt sie. „Wenn es uns gelingt, ganz loszulassen, den inneren Kritiker zum Schweigen zu bringen, und in einen intuitiven Lauf der Entstehung zu gelangen, ohne Angst und ohne Vorbehalt – genau dann erschaffen wir in tiefer Meditation und in Verbundenheit mit uns selbst Wunderbares“.
Zu Beginn stellte Dieter Siebel, Grandseigneur des Freudenberger Kulturlebens, die 1988 in Freudenberg geborene und jetzt in Hohenhain lebende Künstlerin vor. Ihre Ausbildung führte sie zunächst in den Süden Deutschlands, sie arbeite in München und kam dann doch mit Mann und Kindern wieder ins Siegerland zurück. Ein Faible für die Kunst begleitet Juli Nickmann seit Kindesbeinen, Zeichnen gehörte zu ihren Leidenschaften. Konsequent belegte sie vor ihrem Abitur den Leistungskurs Kunst. Autodidaktisch entwickelte sie sich immer weiter. „Unsere Julia zeigt ein großes Talent, Menschengesichter aus innerer Intuition heraus entstehen zu lassen, die eine tiefe emotionale Stimmung auslösen,“ so Siebel. Sie und ihr Wirken sei ihm ans Herz gewachsen und er bewundere, wie sie in kurzer Zeit die Kunstszene bereichert habe.


4Fachwerk-Vorsitzender Klaus Siebel-Späth freute sich, dass mit Juli Nickmann eine Künstlerin aus den eigenen Reihen ihre Bilder im Alten Flecken vorstellt. Er dankte Ulrike David, die das Kunstforum verantwortet, für die Vielfalt im Ausstellungsprogramm. Nach sehr feinsinnigen Aquarellarbeiten erwarten die Gäste nun großformatige Werke, hauptsächlich in Acrylfarben erstellt, oft mit verschiedenen Mixed-Media Elementen ergänzt.












Mit „Emotionale Reisen“ zeigt Juli Nickmann überzeugend in unterschiedlichen Stilrichtungen ihre kreative Kraft. Thematisch faszinieren sie vor allem Menschen in deren individuellen Facetten, da sie so vielfältige Emotionen transportierten. „Mir ist es wichtig, immer Raum zum Nachdenken und genauem Hinschauen zu lassen. „Ich bin oft selbst überrascht, was dann jeweils auf der Leinwand landen will, weil ich es vorher selbst nie weiß.“ Ihre Darstellungen erlauben, sich tief in diese hinein zu versetzen, sich von der visuellen Wirkung beeinflussen zu lassen und eigene Gedanken zu entwickeln.
Die Ausstellung ist bis zum 19. April 2026 zu sehen. Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind nach Absprache möglich.