Rald Melchert stellt seine Bilder in Freudenberg aus
Zur Ausstellungseröffnung spricht Ralf Melchert über sich und seine Fotos. Zwei Hobbies nennt er, die sein Leben bestimmen: Die Beatles und das Fotografieren.Wenn Paul McCartney von sich sagte „Ich liebe einfach Schnappschüsse. Ich mag die Spontanität“, oder Ringo Starr bekannte, „Ich mag es einfach, Fotos zu machen“, finden sich darin Leitmotive bei Ralf Melchert wieder.



Seine Kamera hat er ständig dabei. „Motive begleiten einen auf Schritt und Tritt, man muss sie nur erkennen.“ Er liebe spontane Aufnahmen. Daneben brauche es manchmal Geduld, einzigartige Momente abzuwarten und sie dann abzulichten. Zum erfolgreichen Bild komme es nicht auf eine spektakuläre Profi-Ausrüstung an: „Man muss die besonderen Situationen und Perspektiven erkennen.“ Und so freut er sich, wenn regionale Medien seine Werke verwenden.Auf ein spezielles Genre ist Melchert nicht festgelegt. Beispiele seiner Natur-, Tier- und Architekturfotografien zeigt er jetzt in Freudenberg, einen „Rundumschlag“. An 15 Ausstellungen beteiligte er sich bisher. Gibt es „Lieblingsszenen“? Als Favorit stellt er die Obernau-Talsperre da: „Am besten morgens ganz früh.“


Schon in seiner frühen Jugendzeit begann das Foto-Faible und ließ ihn nie wieder los. Die ersten Aufnahmen entstanden mit der Kamera seines Vaters, die er deshalb auch liebevoll mit präsentiert. Über fünf Jahrzehnte lebte er in Netphen, jetzt ist er in Siegen-Weidenau zuhause. Zur Vernissage weiß Melchert zu vielen Bildern Geschichten zu erzählen, erinnert sich an zahlreiche Begebenheiten, wenn er mit Hund Elias zusammen auf Fotopirsch unterwegs war. Und beim Blick nach vorne zeigt er Zuversicht: „Die Motive gehen nicht aus, ich habe für die Zukunft noch viele Ideen.“4Fachwerk-Vorsitzender Klaus Siebel-Späth freut sich zur Eröffnung über den guten Zuspruch und die Vielfalt, die das Museum mit der neuerlichen Ausstellung unter Beweis stellt. Intensiv vorbereitet hat sie Ulrike David, die sich federführend um die Kunst im Museumsprogramm kümmert.




Die Bilderschau „FOTOgenität“, die Melchert so bezeichnet, weil eben nicht nur Menschen „fotogen“ sind, sondern auch so vieles Anderes Anspruch habe, in spezifisch-positiver Eigenart dargestellt zu werden, ist jetzt bis zum 2. August 2026 in Freudenberg zu sehen.