Nina Niederhausen stellt erneut im 4Fachwerk-Museum aus
Nach einer überaus erfolgreichen Ausstellung im Jahr 2023 ist die Künstlerin Nina Niederhausen erneut mit einer Präsentation im Freudenberger 4Fachwerk-Museum vertreten. „Darüber sind wir richtig glücklich,“ sagt Vorsitzender Klaus Siebel-Späth. „Es sind einfach großartige Werke zu sehen.“


Den Begriff „Unnoticed“ wählte Nina Niederhausen als Titel, die englischsprachige Umschreibung für „unbeachtet, unbemerkt oder unbeobachtet“. Ein Widerspruch zur ihrer tatsächlichen visuell-künstlerischen Leistung? In ihren Werken zeigt sie mit großer Präzision Gegenständliches, Objekte, die an denen viele Menschen vermutlich zunächst achtlos vorübergehen.
So rückt Nina Niederhausen mit Ihren Motiven Dinge in den Mittelpunkt, die im Alltag oft übersehen werden. Ihren Blick richtet sie dabei auf rostiges Eisen, verwittertes Holz, Gemäuer, Stofffetzen oder Metallstrukturen. Den spezifischen Details schenkt sie Beachtung, bringt deren Eigenart auf Papier oder Leinwand, zeigt den besonderen Charakter. „Ich versuche, Eindrücke und Gegenstände, die mir ins Auge fallen, sozusagen zu konservieren.“ Gegenstände werden durch die Arbeit von Nina Niederhausen nicht nur wiederentdeckt, sondern erhalten geradezu eine wirkungsvolle Aufwertung.


„Die Bilder sind durch ihre Ausdrucksstärke absolut beachtenswert,“ findet Ulrike David, die die Ausstellung für den Museumsverein kuratiert. Es sei einfach sehenswert, darin die Liebe der Künstlerin zum Detail zu entdecken. „Mein Ziel ist allerdings nicht eine fotorealistische Darstellung,“ erklärt Nina Niederhausen. „Es sollen immer Pinselstrich bzw. die Farbverläufe, also das Gemalte, erkennbar sein.“ Ihre bevorzugten Maltechniken sind Aquarell und Ölmalerei.
Die Liebe zur Kreativität begleitet Nina Niederhausen ein Leben lang: „Ich male und zeichne, seitdem ich einen Stift in der Hand halten kann,“ erzählt die junge Künstlerin, Jahrgang 19679, die in Hamm an der Sieg aufgewachsen ist und jetzt in Brachbach lebt und arbeitet.
Sie ist Mitglied in der Deutschen Aquarellgesellschaft und war eingeladen ihre Werke bei international jurierten Kunstausstellungen zu zeigen, so zuletzt auch beim 28. Symposium der Europäischen Aquarellgesellschaften in Barcelona/Spanien.
In der Region schloss sie sich dem Kunstforum Westerwald und dem Kunstkreis Siegerland an.
Die Ausstellung „Unnotices – Was wir nicht sehen – und doch vor Augen haben“ wird bis zum 1. März 2026 gezeigt. Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt drei Euro. Sonderführungen können abgesprochen werden.