Zeitreise in Bildern: Freudenberg einst und heute

4Fachwerk-Museum bietet erneut Kalender mit historischem Rückblick

Historische Fotos ermöglichen unterschiedliche Zugänge zur Stadtgeschichte. In dem ihnen aktuelle Ansichten gegenübergestellt werden, öffnet sich der Blick für Veränderungen und Entwicklungen. Atmosphäre von einst wird bebildert, der Wandel der Zeiten dargestellt und so der Raum auch für ganz persönliche Erinnerungen geöffnet.

Diesen Motiven folgend haben die 4Fachwerk-Geschichts-Aktiven erneut aus einem Fundus von historischen Bildern einem attraktiven Fotokalender gestaltet. Kurze Texte sorgen für Erläuterungen.

Der 4Fachwerk-Museumsverein sieht im Sammeln und der Aufarbeitung alter Fotografien einen wichtigen Beitrag zur Stadtgeschichte. Der Kalender kann das eigene Zuhause bereichern oder eignet sich als Geschenk.

Mit dem Verkaufserlös wird zudem die ehrenamtliche Arbeit für das Museum gefördert. 

Ein besonders reizvolles Kalendermotiv eröffnet einen seltenen Blick aus einem Fenster der Villa Bubenzer auf die Bahnhofstrasse – mit den markanten Gebäuden von damals Post und Amtshaus.

Wo heute der Verkehr das Straßenbild prägt, bot die Bahnhofstrasse damals im Winter sogar Platz zum Schlittenfahren.

Amt und Post veränderten das Stadtbild nachhaltig: Das im September 1906 seiner Bestimmung übergebene Amtsgebäude bestand bis zum Frühjahr 2009. Das 1908 bezogene Postgebäude hingegen ist erhalten geblieben und wird heute anderweitig genutzt.

Der Kalender ist für 18 Euro zu den Öffnungszeiten erhältlich 

im 4Fachwerk-Museum, Mittelstraße 4, 
Atelier Siebel, Kuhlenbergstraße 10;
Tourist-Information + Bücherei, Kölner Str. 1, Marktplatz;
Buchhandlung Filosophie, Bahnhofstraße 20:
Holzwirtschaft, Marktstraße 15;
LiEBENSWERT, Oranienstraße 20;
SoWohnIch, Kölner Str. 6;
Galerie Freudenberg, Olper Straße 1.

4Fachwerk-Museum lädt zur Präsentation KI-gestützter Geschichtsfilme ein

Christian Berner präsentiert drei filmische Episoden aus der Freudenberger Geschichte

Wie lässt sich Freudenberger Geschichte spannend und anschaulich erzählen? Dieser Frage widmet sich der Arbeitskreis Stadtgeschichte des 4Fachwerk-Museums. Bei seinen regelmäßigen Treffen arbeitet das Team historische Themen auf. Für eine zeitgemäße Präsentation werden neue Formen der Vermittlung gesucht.

Einen Beitrag dazu leistet Christian Berner. Er nutzt künstliche Intelligenz (KI), um einzelne Kapitel der Freudenberger Geschichte in bewegten Bildern zu veranschaulichen. Bei der Filmpräsentation im Museum stellt er drei historische Episoden vor:

1586: Die Geheimkonferenz von Schloss Freudenberg gilt als Auslöser der Befreiung der Niederlanden von den Spaniern (https://de.wikipedia.org/wiki/Achtzigjähriger_Krieg). Ein 80 Jahre dauernder Krieg war die Folge, der erst im Rahmen des Westfälischen Friedens 1646 beigelegt werden konnte.

1666: Im Hitzesommer brannte nicht nur London sondern auch Freudenberg ab. Fürst Johann Moritz zu Nassau Siegen, international erfahren und architektonisch interessiert, fällte weise Entscheidungen und sorgte für den Wiederaufbau und somit für das heutige Erscheinungsbild.

1796: In Freudenberg wurde die französische Kriegskasse geplündert. Die Franzosen, im Inbegriff die Stadt niederzubrennen konnten nur dank der Überzeugungskraft des Arztes Johann Wilhelm Weiland davon abgebracht werden. So konnte der „Alte Flecken“ bewahrt werden.

Christian Berner erläutert: „Die Filme sind als Entwürfe zu verstehen. Sie stellen nicht die Wirklichkeit dar, illustrieren jedoch die recherchierte Geschichte auf imposante Art und Weise.“ So könne auf Basis historischer Fotos und Zeichnungen ein möglicher Einblick in die Freudenberger Vergangenheit gegeben werden.

Termin: Donnerstag, 8. Oktober 2026, 17:00 Uhr.

Eintritt 5 Euro, der der Museumsarbeit zugute kommt.