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Kunst-Trilogie über die Kreisgrenze

4Fachwerk präsentiert Ausstellungsreihe mit AK-Künstlern

Die Pandemie ließ die ursprüngliche Jahresplanung des 4Fachwerk-Museums zur Makulatur werden. Nachdem die Inzidenzwerte nun weiter deutlich gesunken sind, haben die 4Fachwerker ihre Vorhaben für das restliche Jahr 2021 neu gebündelt.
Zustande gekommen ist zunächst eine Ausstellungs-Trilogie mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Nachbarkreis Altenkirchen.

Das Grenzland Freudenberg und das Asdorftal kennzeichnet trotz Kreis- und Landesgrenze eine jahrhundertealte Verbindung. Dynamik nahm sie mit der gemeinsamen Bahnlinie ab 1887/88 auf und historisch verbindet der Asdorfer Weiher die Entwicklungslinien seit 1469. Die Geschichtsbücher weisen gar auf einst fünf Burgen des irgendwie verbundenen Raumes hin: die Wildenburg, Schloss Crottorf, die Freusburg, die Silberburg am Niederndorfer Giebelwald und die Freudenberger Burg am Schlossberg.

„Kunst und Kultur können Verbindendes stärken und Trennendes überwinden,“ unterstreicht 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel, der erleichtert ist, dass „nach Corona“ wieder kontinuierliches Leben mit interessanten Präsentationen in das Museum im Alten Flecken einziehen kann.
Die Gestaltung der Ausstellung-Trilogie liegt in den Händen von Dr. Ingrid Leopold. Sie findet es spannend, dass den Auftakt der Dreier-Serie ein Damen-Quartett übernimmt. Ab dem 26. Juni 2021 werden Angelika Brenner und ihre Atelier-Kolleginnen Ulrike Lenz, Martina Schiebe und Simone Dilling ihre Werke zeigen, die jeweils im Vierer-Format zusammengefügt sind. „Diese mit sehr unterschiedlichen Techniken entstanden ‘Farbwelten‘ zeigen eine tiefgründige schöpferische Vielfalt und eine begeisternde Experimentierfreude,“ zeigt sich Ingrid Leopold von dem Freusburger Künstlerinnen-Ensemble sehr angetan.
Die Ausstellung wird bis zum 8. August gezeigt.

Große Vorfreude besteht ebenso, wenn anschließend die Betzdorferin Hannelore Volk einen Einblick in ihr künstlerisches Lebenswerk ermöglicht (14. 08. – 26. 09. 2021). Die 92-Jährige überrascht mit sehr unterschiedlichen Darstellungsformen, die alle erkennen lassen, wie ausdrucksstark sie ihren Motiven Leben und Seh-Freude verleihen kann.

Der Abschluss der Trilogie, vom 2. Oktober bis zum 14. November 2021, liegt in den Händen von Jevgenij Kulikov. Der 1946 in Kiew geborene Künstler ist national wie international mit seinen Werken auf Präsentationen vertreten und greift heute in seinem Freusburger Atelier zu Pinsel oder Werkzeug. Er ist als freiberuflicher Maler und Bühnenbildner wie als Bildhauer gefragt. „Seine Bronze-Skulptur ‚Balance‘ vor dem KulTour-Backes am Marktplatz in Freudenberg verleiht dem Eingangsbereich zum Alten Flecken einen ganz besonderen künstlerischen Glanz und zeigt trefflich seine Begabung,“ so Dr. Ingrid Leopold.

Das 4Fachwerk-Mittendrin-Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich.

Die farbenprächtigen Werke sind jetzt wieder zu sehen

Wiedereröffnung nach Corona: Ausstellung des Kirchener Künstler F. Berndkaster in Freudenberg wird fortgesetzt.

Viele Telefongespräche haben 4Fachwerk-Vorsitzenden Dieter Siebel während der Corona-Schließung des Museums im Alten Flecken erreicht: „Die Sehnsucht, Kunst und Kultur wieder ‚live‘ und tatsächlich erleben zu können, kam immer wieder zum Ausdruck,“ berichtet er.
„Wir freuen uns wirklich, jetzt, da die Inzidenzwerte dies ermöglichen, unseren Museumsgästen wieder persönlich begegnen zu dürfen,“ ergänzt Vize-Vorsitzende Dr. Ingrid Leopold. Sie wirkte auch als Kuratorin der aktuellen Ausstellung mit Werken des Kirchener Künstlers F. Berndkaster.

Das 4Fachwerk-Museum mitten in Freudenbergs Altstadt kann in diesen Tagen also wieder die ersten Öffnungsschritte nach den Pandemie-Einschränkungen wagen. Besucherinnen und Besucher sollen sich für die Öffnungszeiten vorher telefonisch anmelden. Die Buchung kann unter den Rufnummer 02734/1598 (Leopold) oder 02734/7223 (Siebel) erfolgen. Während des Besuches muss eine medizinische oder eine FFP2-Maske getragen werden und die Abstandsregelungen sind einzuhalten. Das Museum hat Hygiene-Maßnahmen vorbereitet.

Die F.Berndkaster-Ausstellung hatte vielversprechend im Oktober letzten Jahres begonnen und musste dann aufgrund der Corona-Bestimmungen zunächst unterbrochen werden.
„Gerade weil sich Berndkasters Exponate mit den weltlichen und sakralen Motiven in diesen herausfordernden Zeiten als eine geistreiche Reflexionsfläche anbieten, bin ich sehr dankbar, dass wir die Werke jetzt wieder zeigen können“ so Dr. Ingrid Leopold. Es seien wirklich farbenprächtige Kompositionen, die eine ganz eindrucksvolle Wirkung erzielten.
Nach seinem Studium in Siegen und Bonn betätigte sich F. Berndkaster als Journalist und Pädagoge. Aber die Kunst, der er sich seit jüngster Jugend verbunden fühlte, begleitet fortwährend sein Leben. Kontinuierlich, autodidaktisch verfeinert er seine Darstellungskunst, erweitert sein Themenspektrum, bestückt Ausstellungen und erstellt prägnante künstlerische Auftragsarbeiten zur Ausstattung eines Gebäudes im Düsseldorfer Medienhafen (1999). Dadurch inspiriert entsteht seine Werkreihe „Alte und neue Welt“ in Stempel- und Spachteltechnik.

International engagierter Künstler Thomas Baumgärtel in Freudenberg

Corona und Kunst – Banane als Zeichen von Bangen und Hoffen

Das Freudenberger 4Fachwerk-Museum zeigt sich wortwörtlich jetzt doppelt von Corona gezeichnet. Neben dem Bedauern, nach monatelanger Schließung noch nicht wieder für den Publikumsverkehr öffnen zu können, gibt es jetzt ein zeichnerisches „Corona-Denkmal“ im Denkmal Alter Flecken.
Der international bekannte und in Köln lebende „Bananen-Sprayer“ Thomas Baumgärtel zeichnete jetzt das ehrenamtlich geführte Museum mit einem seiner Kunstwerke aus. „Ich entscheide sehr bewusst, welcher Ort eine „Banane“ bekommt,“ so Baumgärtel. Er zeigte sich von dem ehrenamtlichen Engagement der 4Fachwerker beeindruckt, einem Verein, dem Corona natürlich zu schaffen macht. Sein plakatives Symbol der „Impfbanane“ versteht er zudem als Wertschätzung für alle, die sich für das Impfen als einem Weg zurück zu wieder mehr Normalität einsetzen.

„In vielen Städten sind heute noch Pestsäulen zu sehen, mit denen dort an Pandemien erinnert wird, um Hoffnung und Dank für deren Überwindung zum Ausdruck zu bringen,“ erläutert 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel. Mit einem ganz zeitgemäßen Street-Art-Projekt machen nun die 4Fachwerker auf die bittere Zeit der COVID-19 Erkrankungen mit all ihren schwerwiegenden Auswirkungen auf das soziale und wirtschaftliche Leben und insbesondere für Kunst und Kultur aufmerksam.

Thomas Baumgärtel, 1960 in Rheinberg geboren, studierte Psychologie an der Universität Köln und parallel freie Kunst. Eine Ausbildung auch zum Kunsttherapeuten schloss sich an. Im Verlauf der letzten 35 Jahre verteilte er weltweit über 4000 Bananen.
„Baumgärtels Arbeiten sind global verständlich, ironisieren, sind manchmal ein mit großem Charme erhobener Zeigefinger, oft mit Schnittstellen zu Kunst und Medizin. Sie sind gesellschaftlich an aktuellen Fragen der Zeit orientiert,“ ist Dr. Ingrid Leopold, 4Fachwerk-Vize-Vorsitzende, von dem Wirken des Künstlers angetan. Sie freut sich mit dem Vorstandskreis, dass nun eine der berühmten „Corona-Bananen“ das Museum ziert.
„Die Banane am 4Fachwerk-Museum wird bei uns kreativ an diese Zeit der Pandemie mit Hoffen und Bangen erinnern,“ so Dieter Siebel, der den Künstler zu einer umfassenden Ausstellung in das 4Fachwerk-Museum eingeladen hat.

Schaufenster gibt Einblick in 4Fachwerk-Arbeit

Attraktive Informationen löst Schaufenster-Leerstand ab

Das 4Fachwerk-Museum liegt zwar mitten in der Altstadt von Freudenberg, allerdings etwas versteckt in der Mittelstraßen-Häuserzeile. Um mehr Aufmerksamkeit für Museum und Verein zu erzielen, präsentieren sich beide jetzt zusätzlich in einem Schaufenster im Haus Oranienstraße Nr. 23.
Hier hatte einst „Spielwaren-Roth“ sein Domizil. Gerade zu dieser Jahreszeit drückten sich früher die jüngsten Flecker ihre Nasen platt, um elektrische Eisenbahn, Puppen, Teddybären oder Bauklötze zu bestaunen. „Wir setzen quasi auf diese Tradition und gegen die Tristesse leerer Schaufenster,“ so 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel.

Dem Projekt „Schaufenster“ nahmen sich insbesondere Dr. Ingrid Leopold, Christian Berner und Klaus Siebel-Späth an. Dem Betrachter schaut zunächst einmal ein Portrait von Johann Moritz, Fürst von Nassau-Oranien (1604-1679), entgegen, der die Freudenberger beim Wiederaufbau des Alten Fleckens nach dem Stadtbrand von 1666 unterstütze. Damit wird auf den Ausstellungszweig „Stadtgeschichte“ des Museums verwiesen.
Hinter einem großen verschnörkelten Bilderrahmen verbirgt sich kein historisches Gemälde, sondern ein hochmoderner Flachbildschirm. Mit wechselnden Videos, also mit bewegten Bildern, wird auf die jeweiligen Wechselausstellungen des Kunstforums, die Bestandsausstellung Siegerländer Uhrenmanufakturen („Stahlschmidt-Uhren“) oder über die ehrenamtliche Museumsarbeit und die stadtgeschichtliche Forschung informiert.

„Uns war wichtig, die Aufenthaltsqualität im Alten Flecken tatsächlich zu erhöhen. Denn leere Fenster unterstützen kein positives Erleben der historischen Altstadt,“ so die Zielformulierung der 4Fachwerker. Und natürlich wollen sie ihre Arbeit und Aktionen noch mehr ins öffentliche Blickfeld rücken, für Besucher und Mitglieder werben. Entstanden war der Verein 2014, um das ehemalige Stadtmuseum als Anker für Kunst, Kultur und Geschichte im Alten Flecken zu erhalten.

Aktuell dankt der Museumsverein der Sparkasse Siegen, die die Erstinvestitionen für das Schaufenster-Projekt großzügig finanziell unterstützte und damit dazu beiträgt, dass ein bedauerlicher Leerstand visuell nicht mehr wahrgenommen wird und an prominenter Stelle eine hochwertige Informationsmöglichkeit entstehen konnte.

Entsprechend der Corona-Schutzbestimmungen ist das Museum derzeit geschlossen. Sollten die Türen kurzfristig wieder geöffnet werden dürfen, wird zunächst die F.-Berndkaster-Ausstellung bis in den Januar 2021 hinein verlängert. „Zwar steht unsere Programmplanung für das kommende Jahr, wir werden aber aktuell je nach Pandemie-Verlauf über den konkreten zeitlichen Ablauf entscheiden,“ so Dr. Ingrid Leopold. Bestimmt worden war bereits, dass die den Siegerländer Künstler-Persönlichkeiten Theo Meier Lippe und Ruth Fay gewidmete Ausstellung um genau ein Jahr auf Ende 2021 verschoben wird.

4Fachwerk-Museum aktuell Corona-bedingt geschlossen

Pandemie wirkt sich auf weitere Programm-Planung aus

„Gemäß den Bestimmungen der NRW-Corona-Schutzverordnung haben wir diesen November unser Museum geschlossen“, teilt 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel mit. Betroffen davon ist zunächst die gegenwärtige Ausstellung des Kirchener Künstlers F. Berndkaster. „Diese Präsentation ist bisher auf eine so positive Resonanz gestoßen, dass wir uns entschlossen haben, sie jetzt bis in den Januar 2021 fortzusetzen,“ erläutert Dr. Ingrid Leopold, in deren Händen als Kuratorin die Vorbereitung lag.

Verständnis bestehe natürlich für alle Maßnahmen, die geeignet seien, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. Die Auswirkungen greifen nachhaltig in die Ausstellungsplanungen des 4Fachwerk-Museums ein. Geplant war für die Wintermonate ein weiterer Höhepunkt: Unter dem Titel „Erinnerung an zwei Siegerländer Künstler-Persönlichkeiten“ sollten Exponate von Theo Meier Lippe und Ruth Fay im Mittelpunkt stehen.
„Da sowohl die arbeitsintensive Vorbereitung unter den Corona-Einschränkungen nicht möglich ist, wir aber auch nicht sicher sein können, wie es mit den weiteren Öffnungszeiten aussieht, müssen wir für dieses Jahr leider unser Vorhaben absagen,“ so Dieter Siebel und Dr. Ingrid Leopold nach den Beratungen im Vorstand. Nachgeholt werden soll die Ausstellung jetzt ab November 2021. Es bestehe die Hoffnung dann auf „bessere Zeiten“, da mit einem hohen Besucherinteresse gerechnet werde.

Sollte also im Dezember das Museum mitten im Alten Flecken wieder öffnen dürfen, bietet sich die Berndkaster-Ausstellung „Farbenprächtige Kompositionen“ zum Besuch an. Nach der Programmplanung für 2021 dürfen sich dann die Kunstinteressierten auf Aquarelle und Collagen von Hannelore Volk freuen. „Wir werden aktuell mitteilen, ob sich angesichts des Verlaufs der COVID-19-Erkrankungen unsere Planungen auch tatsächlich umsetzen lassen,“ so die 4Fachwerker.

4Fachwerk stellt Bildkalender für 2021 vor

Historische und neue Ansichten von Straßen, Plätzen und Begebenheiten begleiten durch das neue Jahr

Eine Zeitreise mit Fotografien – das ermöglicht erneut ein 4Fachwerk-Bildkalender. Die Aktiven im Arbeitskreises Stadtgeschichte des Museumsvereins haben wieder Bilder aus dem alten Freudenberg zeitgenössischen Ansichten gegenübergestellt. Der Vergleich lässt erkennen, wie Orte im Laufe der Zeit ihr Gesicht verändern. Die Blätter des Kalenders zeigen großformatige historische Aufnahmen und sind mit erläuternden kleinen Texten versehen.  

„Mit dem Kauf eines Kalenders kommt ein Stück Geschichte ins Haus und können Erinnerungen geweckt werden. Wir freuen uns, dass der Kalender auch als Geschenk gerne verwendet wird,“ so die 4Fachwerker.  Mit dem Kauf wird zugleich die Arbeit des ehrenamtlich geführten Museum in der Flecker Altstadt unterstützt.

Der Bildkalender ist ab sofort für 15 Euro im Museum selbst (Mittelstraße 4-6), bei der Buchhandlung Flender (Färberstraße 16), Geschenkartikel „Filousophie“ (Bahnhofstraße 20), in der Holzwirtschaft (Marktstraße 15) und bei der Tourist-Information (KulTourBackes, Kölner Str. 1 am Marktplatz) erhältlich.